8. Langzeitfortbildung 2016 – 2017

Clownerie in der Kirche und auf der Bühne des Lebens

Dr. Gisela Matthiae
Clownerie in Kirche und Gemeinde
Eine Fortbildung für Menschen, die das clowneske Staunen und Stolpern für sich und ihre Arbeit entdecken wollen.

8. Langzeitfortbildung 2016 – 2017
am Gemeinsamen Pastoralkolleg

Flyer mit allen Infos als PDF

Clownerie – ein Stück Lebenskunst

Sie lassen keinen Fettnapf aus, die Clowninnen und Clowns auf der Bühne und im ganz normalen Leben. Mutig steuern sie mitten hinein in die Katastrophe, um gerade hier überraschende Lösungen zu entdecken. Neugierig, direkt, entwaffnend bewegen sie sich durch die Welt mit ihren mitunter merkwürdigen Ordnungen und komischen Konventionen. Weit entfernt, etwas einfach als normal hinzunehmen, betreten sie voller Staunen und Verwunderung die Bühnen des Lebens.

Clowns und Clowninnen faszinieren mit ihrer Fähigkeit sich selbst, die anderen, die Verhältnisse zu verwandeln. Doch tun sie das nie zielstrebig oder aus Berechnung. Es scheint ihnen zuzufallen, gerade indem sie sich innig allem stellen, was ihnen über den Weg und in den Weg läuft.

Sie haben keine Ahnung und trotzdem großes Vergnügen.

Clownerie – ein Sinn für Humor

Mit Humor sieht die Welt und auch die Kirche ganz anders aus. Da dürfen – eigene – Schwächen und Schwierigkeiten aufgedeckt werden, ohne sich gleich über alles lustig zu machen. Denn wer Sinn
für Humor hat, nimmt sich und alles andere immer noch ernst, aber auch wieder nicht zu ernst. Das schafft eine wohltuende Distanz, aus der heraus immer wieder verblüffend neue Blickweisen und Handlungsmöglichkeiten entdeckt werden können. Aus dem clownesken Leichtsinn kann also durchaus neuer Sinn erwachsen und selbst vermeintlicher Unsinn hat seine Qualitäten!

Was hilft dem Clown immer wieder auf die Sprünge?

In dieser Grundausbildung wird sie aufgespürt, die clowneske Lebensfreude, die auch eine spirituelle ist, mit ihrem Wagemut und ihrer
Leichtigkeit. Das intensive Training in der Figur des Clowns, der Clownin ermöglicht, ihre Haltung auch im beruflichen und persönlichen Alltag lebendig werden zu lassen. Die gründliche Arbeit an der eigenen Bühnenpräsenz, an Techniken der Improvisation und an Stücken bereitet für eigene Auftritte und Rollen im kirchlichen und nicht-kirchlichen Kontext vor.

Clownerie – ein Sinn für Humor

Mit Humor sieht die Welt und auch die Kirche ganz anders aus. Da dürfen – eigene – Schwächen und Schwierigkeiten aufgedeckt werden, ohne sich gleich über alles lustig zu machen. Denn wer Sinn für Humor hat, nimmt sich und alles andere immer noch ernst, aber auch wieder nicht zu ernst. Das schafft eine wohltuende Distanz, aus der heraus immer wieder verblüffend neue Blickweisen und Handlungsmöglichkeiten entdeckt werden können. Aus dem clownesken Leichtsinn kann also durchaus neuer Sinn erwachsen und selbst vermeintlicher Unsinn hat seine Qualitäten!

23. – 25. September 2016   
Hackhauser Hof, Solingen

Der Sprung hinein ins Clownspiel.
„Hoppla, ich bin da!“
Vergnügen am Spiel mit der roten Nase.
Emotion – Haltung - Ausdruck.

„Ein Clown, eine Clownin?“
Bilder einer komischen Figur.

10. – 13. November 2016
Nordhelle

Die lauten und die leisen Töne.
„ui oh aha ö lala“
Gromolo – so sprechen Clowns und Clowninnen.
Wahrnehmung – Kontakt – Töne.

Clowns, (Heilige) Narren, Gaukler:
Zur Kulturgeschichte der Clownerie.

Rhythmus und Musik (Ariella Pavoni).

26. – 29. Januar 2017
Pädagogisch-Theologisches Institut, Bad Godesberg

Sich Freispielen.
„Sag Ja!“
Grundregeln der Improvisation.
Impuls – Status - Handlung.

Bildung und Spiel (Dr. Susanne Wolf).

26. März – 1. April 2017
Haus Meedland, Langeoog

Der Sprung in den leeren Raum.
„Hoppla, ein Clown!”
Die Entstehung einer eigenen Figur.
Spiel mit Objekten und Instrumenten.

„Und Sarah lachte...“ – Abraham auch.
Komik in der Bibel.

Rhythmus und Musik (Ariella Pavoni).

27. – 30. April 2017
Haus Villigst, Schwerte

Das Staunen wieder lernen.
„Komische Helden“
Was macht die Clownin, der Clown in der Kirche?
Das Spiel mit der „Zweiten Naivität“.

Neugier – innere Freiheit – Möglichkeitssinn.

Predigt und Spiel (Dr. Susanne Wolf).

29. Juni – 2. Juli 2017
Haus Villigst, Schwerte

Ein Stück entsteht.
„Vorhang auf!“
Das Spiel mit allerlei Unpassendem und Unpässlichkeiten.
Peinlichkeiten – Scheitern – Überraschung.

Die ungewöhnlichen Strategien eines Clowns.

„Clownin Gott“ – oder wie sollen wir uns Gott vorstellen?

Schauspiel und Kirche (Dr. Marcus A. Friedrich).

1. – 3. September 2017
Theologisches Zentrum, Wuppertal

Präsentation der Stücke und Auswertung.
„Ich kann auch noch ganz anders!“
Das Spiel geht weiter.

Anmeldung bis 31. Mai 2016

Schriftliche Anmeldung bitte mit tabellarischem Lebenslauf, einem Foto und einer kurzen Beschreibung der Motivation, an diesem Grundkurs teilzunehmen.

Dr. Gisela Matthiae
Töpfergasse 11
D-63571 Gelnhausen
contact@clownin.de

TeilnehmerInnenzahl
maximal 16

Teilnahmebedingungen
Mit den Teilnehmenden wird ein Vertrag über die ganze Grundausbildung geschlossen. An- und Abmeldebedingungen gehen den Interessierten zu.

Kursgebühren                                                1.900,- €
Für Teilnehmende aus anderen Landeskirchen:    2.500,- €
Die Bezahlung erfolgt pro Kursabschnitt per Überweisung.
Enthalten sind auch die Kosten für Übernachtung und Verpflegung.

Zeitraum

September 2016 bis September 2017  
Die Fortbildung umfasst 29 Kurstage:  
2 Einheiten à 3 Tage, 4 Einheiten à 4 Tage, 1 Einheit à 7 Tage
Beginn jeweils um 14 Uhr und Ende um 13 Uhr.  
An den Abenden wird in der Regel auch gearbeitet.

Informationen

Bitte wenden Sie sich bei Rückfragen an:
Dr. Susanne Wolf,  
Dozentin am Gemeinsamen Pastoralkolleg
02304-75 51 52
Susanne.Wolf@institut-afw.de 
www.institut-afw.de

und

Dr. Gisela Matthiae
06051-47 24 80
contact@clownin.de 
www.clownin.de  / www.kirchenclownerie.de 

Die Arbeitsweisen

Ein tägliches Aufwärmprogramm, spirituelle Impulse, intensive Arbeit am Handwerk Clownerie, Reflexionsrunden, Referate und Diskussionen, Schreiben eines eigenen Lerntagebuchs, Vorbereitung und Aufführung eines Stückes, am Ende eine schriftliche Reflexion.

Voraussetzungen

Diese Grundausbildung ist offen für alle mit Neugierde auf Clownerie und Interesse an dieser speziellen Kombination mit Themen und Aufführungsorten im christlich-kirchlichen Bereich. Vorausgesetzt werden die Freude an Spiel und Bewegung, der Mut zum Experiment, die Lust, sich zu zeigen und sich immer wieder neu zu entdecken. Dabei gilt: Keine Angst, Sie brauchen gerade keine gute Figur abzugeben!

Die künstlerische und theologische Leitung liegt bei

Dr. Gisela Matthiae, geb. 1959.  
Theologin und Clownin, Gelnhausen.
Theaterpädagogik bei Katja Kandel, Clownerie bei Udo Berenbrinker,
Peter Aurin, Ann Dargies, Pierre Byland, Hilary Chaplain, Aitor Basauri
und Philippe Gaulier. Gesang bei Andreas Gensch.  
Auftritte und Kurse seit 1996, Arbeitsschwerpunkte im Bereich von
Theologie, Bibel und Komik, Humor und Kommunikation. Dissertation
zu neuen Gottesvorstellungen von Frauen, darin die Entwicklung der
Metapher „Clownin Gott“, Stuttgart (2. Aufl.) 2001.  
Das Buch zum Kurs in der Verbindung von Clownerie, Humor und  
Spiritualität: „Wo der Glaube ist, da ist auch Lachen“, Freiburg / Br. 2013.
www.clownin.de / www.kirchenclownerie.de

Einzelne Inhalte werden vertieft durch

Dr. Susanne Wolf, geb. 1966.  
Pfarrerin, Dozentin am Gemeinsamen Pastoralkolleg für Ökumene,
gesellschaftliche Verantwortung, Diakonie, Kunst und Kultur,  
Spieltheologin, Bibliologtrainerin, biblioart®, Villigst.  
www.biblioart.de

Ariella Pavoni, geb. 1966.  
Dipl. Pädagogin, Coach/Supervisorin (DGSv), Musikerin, Rhythmus-
trainerin und Clownin, Herrenberg. Bildungsreferentin Evangelische
Frauen in Württemberg (EFW). Rhythmusexperimente mit Stöcken,
Trommeln und anderen Materialien.
www.ariellapavoni.de

Dr. Marcus A. Friedrich, geb. 1968.  
Pfarrer und Erwachsenenbildner, Bozen (IT). Spiel- und Theater-
Multiplikator: Bibliodramaleiter, Theater und Kommunikation, Musik und
Bewegung, lebendiger Gottesdienst. Dissertation im Grenzbereich von
Schauspiel und Liturgie „Liturgische Körper. Der Beitrag von Schau-
spieltheorien und -techniken in der Pastoralästhetik“, Stuttgart 2001.